6 Gewohnheiten, die Sie zu einem besseren Drehbuchautor machen

6 Gewohnheiten, die Sie zu einem besseren Drehbuchautor machen

Das Handwerk des Drehbuchschreibens kann grundsätzlich jeder lernen. Es aber zu meistern und zu einem wirklich richtig guten Drehbuchautor zu werden, erfordert eine eiserne Disziplin. Um auf dem Weg an die Spitze nicht den Mut zu verlieren oder gar mittendrin aufzugeben, sollten Sie sich dringend ein paar der Gewohnheiten aneignen, die die Spreu vom Weizen trennen. Schließlich sind die Punkte, die wir Ihnen hier vorstellen, bei den führenden Drehbuchautoren fest verankert.

Feste Schreibzeiten einhalten

Wenn Sie bereits als Drehbuchautor arbeiten, so werden Sie nur zu gut wissen, dass das Schreiben an sich nur einen kleinen Teil der täglichen Arbeit darstellt. Ein Drehbuchautor muss sich nämlich auch stetig um die Vermarktung seiner Stoffe kümmern.

Dazu ist es unabdinglich, Veranstaltungen zu besuchen, bei denen Sie in Kontakt mit Produzenten oder Redakteuren treten können.

Sie müssen außerdem immer wieder Exposés oder Treatments für Ihre Stoffe erstellen und diese an potenzielle Interessenten schicken. Außerdem sind leider die wenigsten Autoren mit Schreibaufträgen für Drehbücher voll ausgelastet, sodass die Leerlaufzeiten in der Regel auch mit anderen Auftragsarbeiten gefüllt werden müssen.

Erschaffen Sie sich eine Art Schreibritual.

Gerade, wenn dann noch nervige aber nicht vermeidbare Dinge wie die monatliche Buchhaltung hinzukommen, wird es umso wichtiger, dass Sie sich immer wieder und ganz bewusst jeden Tag auch für Ihre Schreibprojekte und Stoffentwicklungen Zeit nehmen. Dies schaffen Sie am besten, indem Sie ein Schreibritual etablieren. Eine feste Tageszeit, zu der Sie immer – komme, was wolle – schreiben.

Manche Autoren haben dieses Ritual so weit getrieben, dass Sie zu diesen Zeiten nicht einmal mehr telefonisch erreichbar sind, was uns zur nächsten Gewohnheit bringt.

Ablenkungen ausmerzen

Zum Schreiben gehört für gewöhnlich auch immer eine Recherche. Dass der Computer in Ihrem Arbeitszimmer also mit dem Internet verknüpft ist, macht durchaus Sinn. Wie ablenkend dies allerdings sein kann, wird sicher jeder von Ihnen schon einmal am eigenen Leib erfahren haben. Wie schnell will man nur kurz auf Facebook etwas nachgucken, landet dann über geteilte Videos von Freunden in YouTube und, ehe man sich versieht, sind 2 Stunden vergangen.

Zu Ihrem Schreibritual gehört auch, dass Sie sich in dieser Zeit selbst dazu verpflichten, zu schreiben.

Wenn Sie also ein Mensch sind, der anfällig für Ablenkungen ist, so sollten Sie alles, was Sie ablenken könnte, gleich im Vorfeld im Keim ersticken. Stellen Sie sicher, dass Ihr Arbeitszimmer ein ablenkungsfreier Raum ist, und trennen Sie lieber das Internet dauerhaft von Ihrem Arbeitsrechner.

Erst planen, dann schreiben

writing-2-1312013
Damit Sie gar nicht erst in die Verlegenheit kommen, zwischendrin noch einmal Sachen nachrecherchieren zu müssen, sollten Sie diese Gewohnheit tief verinnerlichen.

Lieber eine lange Planungsphase, in der Sie wirklich alle Eckpunkte Ihrer Geschichte immer wieder aufs Neue durchexerzieren, als ein halbherzig durchgeplanter Plot.

Letzterer wird Sie nämlich ständig vom Wesentlichen, dem Schreiben, abhalten. Je akribischer Ihre Vorbereitungen, desto effizienter werden Sie später schreiben können.

Halten Sie sich auch nicht mit Formalitäten auf. Wenn Sie gerade nicht wissen, wie man ein bestimmtes Wort schreibt, so schreiben Sie es, wie Sie denken. Nachschauen können Sie auch, wenn Ihre Schreibzeit für den Tag beendet ist.

Die eigene Arbeit hinterfragen

Als Drehbuchautor erhalten Sie für gewöhnlich erst Feedback, wenn Sie mit dem Schreiben fertig sind. Bis es so weit ist, müssen Sie also selbst Ihr größter Kritiker sein.

Hinterfragen Sie daher immer alles, was Sie zu Papier bringen.

Überprüfen Sie jede einzelne Szene daraufhin, ob Sie die im Vorfeld definierte Funktion auch tatsächlich erfüllt. Schauen Sie bei jeder Dialogzeile, ob man Sie nicht auch streichen könnte. Auch hier gilt natürlich, dass Sie in Ihrer Schreibphase zunächst einmal frei nach Schnauze arbeiten und erst in der Überarbeitungsphase den kritischen Blick anlegen.

Feedback einholen

Die eigenen Werke kritisch zu betrachten, ist sehr schwer. Wenn Sie hiermit Probleme haben, so ist es durchaus eine lohnenswerte Gewohnheit, sich regelmäßiges Feedback von anderen Stellen einzuholen. Dabei ist es wichtig, dass Sie Personen um sich versammeln, die Ihnen nicht den Bauch pinseln, sondern absolut ehrlich sind. Haben Sie so jemanden nicht im Freundeskreis, so finden Sie vielleicht eine Autorengruppe in Ihrem Umfeld. Hier versammeln sich zwar vorrangig Romanautoren, aber was den Aufbau einer Story anbelangt, können auch diese Ihnen wertvolles Feedback liefern, wenn bei Ihrer Geschichte irgendwas nicht stimmig ist.

Die Werke anderer verfolgen

Während Romanautoren in der Regel immer auch ziemliche Leseratten sind, die mehrere Bücher pro Monat verschlingen, so sind Drehbuchautoren oftmals erschreckend wenig informiert.

Dabei können wir so unglaublich viel aus den Werken anderer Drehbuchautoren lernen.

Viele Drehbücher können Sie über das Internet herunterladen und lesen. Andere wiederum werden sogar in Buchform verkauft. Und natürlich sollten Sie auch regelmäßig die großen deutschen Fernsehfilme anschauen.

Ein wirklich guter Drehbuchautor verpasst kaum einen Film, der in Deutschland produziert wird.

Gerade im Zeitalter von Mediatheken und Streaming-Anbietern ist es überdies ausgesprochen einfach, die Szene zu verfolgen. So viele Filme werden in Deutschland jährlich nämlich gar nicht produziert.

Fazit

Diese 6 Gewohnheiten sind allesamt sehr einfach zu realisieren und dennoch haben die wenigsten Schreiberlinge wirklich alle in ihrem Repertoire.

Wenn es Ihr Traum ist, ein herausragender Drehbuchautor zu werden, so sollten Sie am besten noch heute damit anfangen, sich diese Gewohnheiten anzueignen.

[Gesamt:6    Durchschnitt: 5/5]

Treten Sie über 2.000 Crashkurs-Teilnehmern bei

7 Lektionen zum Erlernen der Grundlagen des Drehbuchschreibens. Leicht verständlich aufbereitet, praxisorientiert und zu 100% kostenlos. Versprochen!


NEU: Wir beschäftigen uns auch mit der Frage,
ob wirklich jeder ein gutes Drehbuch schreiben kann?

Unsere Garantie: Ihre E-Mail Adresse wird niemals an Dritte weitergegeben. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.
Hat Ihnen der Artikel gefallen? Helfen Sie mit