Roman schreiben lernen: Aufbau, Anleitung & Tipps

Roman schreiben lernen: Aufbau, Anleitung & Tipps

Wer sich entschließt ein Buch zu schreiben, der entscheidet sich in vielen Fällen neben einer Autobiografie für einen Roman.  Die Abläufe beim Entwurf und der Umsetzung des Projektes ähneln sich allerdings. Was ein Roman ist und wie man bei der Erstellung vorgehen sollte, erfahren Sie hier.

1. Was ist ein Roman?

Ein Roman ist im Grunde genommen nichts anderes als ein erzählende Geschichte über das Schicksal einer Person oder einer Gruppe. Es geht dabei meist um vielschichtige Zusammenhänge, die durch eine große Tiefe glänzen.


Es kommen meistens viele verschiedene Charaktere in einem Roman vor – allerdings wird der Hauptcharakter besonders hervorgehoben.

Des weiteren haben Romane meist einen größeren Umfang als beispielsweise ein Fachbuch.

2. Wie ist der Ablauf bei der Erstellung eine Romans?

Bei der Erstellung eines Romans kommt es ganz besonders darauf an, dass der Autor gut organisiert ist.

Auf folgende Punkte kommt es an:

  1. eine gute Idee – Hauptkonflikt, Hauptcharaktere, Ort und Hintergrund der eigentlichen Geschichte müssen durchdacht und zu einer stimmigen Idee mit einem guten Spannungsbogen zusammengefasst werden (ein Satz kann die Grundidee auf den Punkt bringen)
  2. eine gute Struktur – Gedanken, Themen und Ideen in eine sinnvolle Reihenfolge bringen – entscheidende Konflikte sind auch in zeitlicher Hinsicht präsent
  3. Verwenden Sie Hilfen – Chronologischer Ablauf, Expose und Storyboard helfen den Gedanken ein Gesicht zu geben und Sie in einen zeitlichen Ablauf einzuordnen

3. Das eigentliche Schreiben

Nur die wenigsten Autoren, können einen Roman ohne größere Probleme in einem Zug niederschreiben, sodass er zugleich stimmig, spannend als auch vollständig und verständlich ist.

Wer das berücksichtigt, ist schon einmal auf dem richtigen Weg. Es bringt nichts, eine Geschichte ohne Unterbrechung aufzuschreiben. Es sei denn Sie sind ein Naturtalent.

Berücksichtigen Sie stattdessen folgende Anhaltspunkte:

  • das eigentliche Schreiben kann durchaus einige Monate dauern
  • belassen Sie es nicht bei der 1. Fassung Ihres Romans, es ist immer eine Überarbeitung erforderlich
  • fürchten Sie sich nicht vor dem Feedback von Bekannten und Freunden – dieser ist ausgesprochen nützlich, da Sie möglicherweise zu sehr “in der Geschichte” gefangen sind, sodass Sie den eigentlichen unbedarften Blick dafür verlieren
  • nutzen Sie alle Arten von Kritik als Anreiz es besser zu machen – besser eine Korrektur im Voraus als wenn das Buch bereits veröffentlicht wurde
  • nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Überarbeitung  und Korrektur – ist die Handlung einleuchtend und stimmig, wurden alle orthografischen Fehler behoben und stimmt der Ausdruck

Als fertiges Dokument halten Sie schließlich ein Manuskript in den Händen, dass zumindest schon einmal von Ihren Bekannten gegen gelesen wurde. Wenn dies erfolgreich verlaufen ist, können Sie sich daran machen um mit diesem Manuskript einen Verleger zu finden.

Dies ist mitunter die schwierigste Aufgabe. Denn Ihr Roman muss den möglichen Verleger fesseln und für ihn auch ein lukratives Geschäftsmodell darstellen.

Wenn Sie diese letzte Hürde erfolgreich genommen habe, steht zwischen Ihnen und dem Erfolg Ihres Romans nur noch der Leser. Er entscheidet letztendlich wie gut Ihre Geschichte wirklich ist.

Wir hoffen, dass Ihnen unsere Ideen und Anhaltspunkte weitergeholfen haben.

Möchten Sie das Drehbuchschreiben erlernen?

Vor kurzem hat uns ein Kommentar erreicht, den wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

Hallo Tom,

hier kommt mein Kommentar zu deinem E-Book “Vom Kopfkino zum Drehbuch“.

Jeder Schriftsteller weiß, dass Lust und Fantasie nicht ausreichen, um einen Roman oder auch nur eine Kurzgeschichte zu schreiben. Schreiben ist zunächst mal ein Handwerk, das erlernt werden muss wie jedes andere Handwerk auch. Erst danach darf man den Kuss einer Muse erwarten.

Rainer Epbinder

Dr. Rainer Epbinder, Unterhaltungsautor und Werbetexter

Das gilt natürlich auch für das Drehbuchschreiben. Da fällt nichts vom Himmel, da muss – Talent hin, Talent her – zunächst das Handwerk erlernt und beherrscht werden. Wenn man noch Lehrling ist und irgendwann mal Meister werden will, guckt man sich gern an, was Fortgeschrittene über dieses Handwerk “Drehbuchschreiben” zu sagen haben. Ein sehr gutes Beispiel ist das E-Book “Vom Kopfkino zum Drehbuch” von Tom Schäfer und Kai Guballa. Es richtet sich an Lehrlinge, sprich Anfänger, die einfach wissen möchten, wie Drehbuchschreiben geht. Der Aufbau des Buches ist logisch. Die Autoren springen thematisch nicht hin und her, sondern erklären bausteinartig, wie man ein Drehbuch schreibt und es anschließend an den Produzenten bringt.

Das erkennt man schon am klipp und klar formulierten Inhaltsverzeichnis: Als Leser findet man dort viele Fragen, die man sich fast wörtlich gestellt hatte, bevor man das Buch kannte: “Wo fängt man bei einem Drehbuch am besten an?” “Was tun, wenn das Schreiben zur Qual wird und eine Blockade droht?” “Wie finde ich einen Produzenten?” usw. Mich interessierte immer schon, ob es eine Software für Drehbuchautoren gibt. Und siehe da: Auch zu diesem Thema gibt es wie gerufen passende Informationen und Tipps. Die Autoren verstehen es gut, sich in die Gedankenwelt eines Anfängers zu versetzen.

Sehr hilfreich sind auch die Übungsvorschläge nach jedem Kapitel. Deshalb wird das Buch nie zu theoretisch, sondern öffnet immer wieder die Tür zur Praxis. Die Autoren lassen den Leser zunächst träumen, wecken ihn dann jedoch auf und fordern ihn auf, seine Träume ordentlich zu Papier zu bringen.

Der Anhang mit einem Beispiel-Drehbuch rundet das Werk ab. Nicht weil das Drehbuch so vorbildhaft ist, sondern weil absichtlich Schwächen eingebaut sind, die der Leser entdecken und mit Hilfe von Testfragen analysieren soll. Eine exzellente Übung und tolle Idee der Autoren.

Ein deutschsprachiger Anfänger kommt an diesem Nachschlagewerk nicht vorbei. Auch im elektronischen Buchregal eines Profis macht es sich gut. Kein Fachchinesisch, kein Kauderwelsch, sondern klare, deutliche Sprache von Anfang bis Ende.

Weiterhin viel Erfolg und beste Grüße aus München!

Dr. Rainer Epbinder

Jetzt zum E-Book Vom Kopfkino zum Drehbuch
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